Hochschulkurs Untertagbau 2009
Zürich, 11. September 2009 – Nicht nur 43 Studierende aus der Schweiz, sondern auch zwei angehende Bauingenieure aus Deutschland schnupperten eine Woche lang Tunnelluft. Sie nahmen am Hochschulkurs für Untertagbau des Fachverbands Infra teil.
Am Beispiel der Baustelle der Durchmesserlinie Zürich lernten Sie für einmal den Tunnelbau von der praktischen Seite kennen. Ein besonderes Erlebnis war es auf jeden Fall, die grösste Stadt der Schweiz für einmal "unten durch" kennen zu lernen…
Tunnel bauen in der Stadt
Keine Vorlesung über Baustatik, keine Theorie über Hydromechanik, stattdessen eine lebensechte Tunnelbaustelle. Mit Stiefel, Jacke, Helm und Notfalltasche geht es ab in den Untergrund von Zürich, zu den Baustellen der Durchmesserlinie. Nicht nur die unterschiedlichen Vortriebstechnologien, allein schon die besondere Atmosphäre unter Tag beeindrucken die Besucher. Doch noch mehr erstaunt die Komplexität der gesamten Baustellenplanung, hier, mitten in der Stadt Zürich, dem am meisten frequentierten Ort der Schweiz.
Hochschulkurs ist gefragt
Allem Anschein nach hat es sich an den Universitäten und Fachhochschulen herumgesprochen: der Hochschulkurs des Fachverbands Infra für die Studierenden der Bau- und Geomatikwissenschaften bringt etwas. Obwohl die Woche in die Semesterferien fällt, ist die Nachfrage bei den künftigen Ingenieurinnen und Ingenieuren nach einem Platz ist darum mittlerweile hoch, der Kurs rasch ausgebucht.
Der erste Schritt ins Berufsleben
Wieso bietet der Fachverband Infra in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbands den Hochschulkurs an? Die Übung mit realen Situationen, den Kontakt mit der Materie ist die denkbar beste Form der Nachwuchsförderung für den Untertagbau. Die Studierenden lernen nicht nur, was es heisst, als Ingenieur auf einer Tunnelbaustelle zu arbeiten, sie sammeln so auch ganz persönliche und bleibende Eindrücke und Erfahrungen.


